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5.2.2012 : 11:36 : +0100

Von Liebenden für Liebende - Persönliches von Ruth

Im November 2006 bin ich im Schlepptau meiner Herzens- & Seelenfreundin Bettina im Stille-Retreat aufgetaucht und so Gerd Bodhi Ziegler zum ersten Mal begegnet.
Auch wenn sich unsere Seelen schon während dieser Tage berührt haben und im totalen Einklang in der Stille schwangen, so dachte ich nicht, ihn wieder zu sehen (na ja - vielleicht irgendwann mal zur Tarot-Berater-Ausbildung).
Ich war in Liebe, ja, aber in einem Zustand der All-Liebe und Allverbundenheit, indem alles eingeschlossen war und diese Liebe kannte und brauchte keine Zukunft. Auch habe ich in ihm weder einen Guru noch einen potenziellen Partner gesehen, sondern einfach einen Seelenverwandten. Ohne etwas zu tun oder zu sprechen, traten wir ein in einen heiligen Raum totalen Verstehens/Erkennens.
Aber wir sollten uns wiedersehen: Ich folgte Bodhis Einladung, ihm einen Brief zu schreiben. Und dieser Brief führte letztendlich zu einem Wiedersehen zur Wintersonnenwende. Da war es dann auch mir klar, dass wir zusammengehören und wir haben uns bewusst füreinander entschieden.

Das Leben ist voller Wunder und Geschenke, doch eins der größten Wunder war für mich der Zustand oder Raum, der sich aufgetan hat, als wir uns damals begegneten. Es ging über alles hinaus, was man als Verliebtheit bezeichnen könnte. Im Gegenteil: "Verliebt" fühlte ich mich gar nicht.
Beide hatten wir eine Zeit der Eremitage, der Innenkehr und tiefen Selbstbegegnung hinter uns. Wir (er-)lebten uns frei und stark, klar, verbunden und erfüllt, vollständig und strahlend schön - einfach in unserem Sein ganz wir selbst.
Und als unsere Energie sich miteinander verband, entstand etwas Größeres, das mit meinen Sinnen oder meinem Verstand nicht zu greifen ist, geschweige denn in Worte zu fassen. Ich kann es nicht beschreiben, weder heute noch damals, es war zu gewaltig, wunderbar und unfassbar. Ich konnte mich nur hingeben und es feiern. Es war wie ein Schauen hinter einen Vorhang, eine Freifahrt in der nächsten Dimension von Begegnung und Partnerschaft.
Irgendwann vollendete sich auch dieser Ausblick, der uns geschenkt war. Aber die Erinnerung ist in meinen Zellen gespeichert und ich bin sicher, dass diese neue Dimension dabei ist, sich hier auf der Erde für alle zu verankern.

Jetzt räumt sich alles in mir auf, was dieser Vision noch im Wege steht. Die Liebe bringt alles ans Licht, was an alten Verletzungen, schwärenden Wunden und abgespaltenen Identitäten noch im Verborgenen wartet.
Nach so manchem Wochenende, das ich in Liebe, Frieden und Harmonie genussvoll verbringen wollte, und das sich dann als emotionales Minenfeld entwickelt hat, fühle ich mich, als hätte ich wahre Schwerstarbeit geleistet. Aber in die müde Erschöpfung, Entspannung und Erleichterung mischen sich auch ein Jubeln der Seele und eine totale Freude, Offenheit und Hingabe. Ich bin dankbar, dass wir uns gegenseitig bei dieser Arbeit so bereitwillig, geduldig und liebevoll unterstützen - und Heilung geschehen darf. Manche Themen zeigen sich dabei wieder und wieder in immer neuen Facetten und führen uns Schicht für Schicht bis zum Kern unserer gewählten Lebensthemen. Die Arbeit lohnt sich immer und die Liebe bekommt Wurzeln.

Wir fühlen beide, dass unsere Begegnung über unsere persönliche Beziehung hinausgeht. Wir sind auch deshalb zusammengekommen, weil wir gemeinsam etwas den Menschen zu schenken haben.

Zu der Zeit, als wir uns kennenlernten, arbeitete Bodhi gerade an einem ersten Entwurf der Karten für Liebende. Bei seinen Besuchen in Eberbach brachte er die Rohentwürfe mit und bat mich um meine Unterstützung.
Es war wunderbar: Das gemeinsame Schreiben, Korrigieren, Streichen, Fühlen, Reflektieren und natürlich das Visionieren des fertigen Produktes und wie es wirken kann.
Am meisten Freude gemacht haben mir damals die "Liebesbotschaften": Wir haben uns zusammen hingesetzt, uns eine Überschrift nach der anderen vorgenommen, reingespürt, was das für jeden von uns bedeutet, und dann hat jeder einen Text dazu geschrieben. Wir haben praktisch "Liebesbriefe in Serie" verfasst und all unsere Liebe floss in die Karten ein. Gleichzeitig haben wir uns damit immer wieder auf das Wesentliche ausgerichtet.

Erst zwei Jahre später ergab sich dann eine konkrete Möglichkeit, dass die Karten auch verlegt werden. Inzwischen haben wir viele Erfahrungen auch im Alltag miteinander machen dürfen. Im letzten Jahr sind wir zusammengezogen, was seine eigenen Erfahrungen & Herauforderungen mit sich bringt. Etliche Texte erschienen uns jetzt nicht mehr rund oder stimmig. Etwas fehlte und wir haben alle Karten nochmals überarbeitet. Dann kam die spannende Zeit mit der Grafikerin, die den Karten ein Gesicht gab.

Und nun ist es endlich so weit: die Karten werden endlich geboren - hinein in die Welt. In ungeduldiger Spannung warte ich auf unser Ansichtsexemplar. Bodhi ist damit natürlich total relaxt, er hat ja schon so etliche Bücher geschrieben...
Aber ich kann es kaum erwarten die Karten endlich in Händen zu halten und sie auszuprobieren. Erst der Praxistest wird schließlich zeigen, ob die Karten das schenken, was wir hineingelegt haben.

Die Karten sollen vor allem uns selbst Freude bereiten, die wir mit ihnen "spielen". Sie lassen sich aber auch unterstützend in der begleitenden Arbeit mit Menschen benutzen. Und natürlich sind sie auch ein ganz besonderes Geschenk für alle, die wir lieben, - ob zu Weihnachten, zur Hochzeit (oder zum Hochzeitstag) oder einfach nur so.

Über persönliche Praxis-Rückmeldungen von euch freuen wir uns übrigens sehr. Bitte senden an eMail: r.elsenbruch(at)bluewin.ch


Es grüßt Euch liebevoll,
Ruth Ragna